5 goldene Regeln für das Mixtape | gebrannte CD
abgelegt im Archiv Online am 24.02.07

Schonmal ein Mixtape oder eine gemixte CD für den oder die liebsten erstellt? Und wie kam das werk an - bei bescheidenen Erfolgen habt ihr wahrscheinlich die 5 goldenen Regeln nicht beachtet. Max Scharnigg vom Jetzt.de Blog der Sueddeutschen Zeitung hat dazu einen Artikel verfasst. Hier gibt es die fünf Verhaltensregeln mit denen der nächste Musikmix direkt einschlägt.
"Das ist natürlich eine Spießerdiskussion, in deren Verlauf sich der Retrospießer und der Alltagsspießer nichts schenken. Riesenvorteil der Kassette, zumindest wenn es sich um amourös konnotierte Geschenke dreht (und darum soll es hier hauptsächlich gehen): Ihr wohnt ein gewisser Charme inne, der einem Geschenk ja grundsätzlich nicht schlecht steht.
Gerade in einer Zeit, in der es ein Leichtes wäre, in fünf Minuten eine Mix-CD zu komponieren, signalisiert die zweistündige, analoge Drück- und Stopp- Beschäftigung mit einer Kassette große Opferbereitschaft. (Deshalb auch Vorsicht: Jüngere CD-sozialisierte-Menschen überschätzen vielleicht die Manufaktur einer Mixkassette, so in Richtung: Hilfe, er hat mir ein Auto gebaut, muss ich ihn gleich heiraten?)
Freilich sind all diese Vorteile Mist, wenn es dem Beschenkten zwar nicht an Charme, aber schlicht an einer Abspielmöglichkeit für die geschenkte Kassette mangelt. Richtiges Verhalten wäre in diesem Fall zusätzlich zur Mixkassette gleich ein hübsches 70er-Jahre-Kassettendeck mit Metallfront mitzuschenken, wie sie auf ebay verramscht werden. Aber zurück zur Spießerdiskussion, hier ein paar Top-Argumente für die Kassette
1. Rein musikalisch wirkt ein volles Mixtape mehr wie ein Gesamtkunstwerk, in dem fühlbar viel Handarbeit steckt
2. Auch bei dem langatmigen Postrock-Stück auf der Mitte der zweiten Seite kann der Beschenkte nicht schnöde weiterskippen. (Er könnte zwar vorspulen, aber wer spult schon vor?)
3. Eine Kassette in der Hülle ist rein haptisch netter als eine CD - man kann sie sich sogar in die Hosentasche stecken und problemlos, etwa im günstigen Verlauf einer Nacht, hervorzaubern wie ein Falschspieler das fünfte Ass. CDs sind für solche Einsätze einerseits zu dünn und unwertig, andererseits sperrig und zerkratzbar."
Wie es weiter geht und was noch bei der Erstellung beachtet werden sollte, könnt ihr hier weiter lesen. Max Scharniggs Artikel auf dem Jetzt.de Blog.
[via jetzt.sueddeutsche.de ]
Tags: max scharnigg mixcd mixtape aufnehmen
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