EMI braucht frisches Kapital – Musikkatalog bringt dieses?

Als drittgrößter der Branche schreibt EMI im Moment rote Zahlen. Problem ist dabei die rückgängige Entwicklung der CD Käufe, sowie die laufenden Kredite. So berichtet Heise über eine Idee der EMI Leitung, um an frisches Kapital zur Senkung der laufenden Kosten zu kommen:
"…Darüber hinaus versucht EMI, den riesigen Bestand älterer Titel gewinnbringend einzusetzen. Der britische Major verfügt über einen der größten Musikkataloge der Welt (darunter die Beatles), der einen stetigen Einnahmestrom generiert. Die Entscheidung, bei dem Vertrieb im Internet künftig auf Kopierschutzmaßnahmen zu verzichten, könnte dazu beitragen. Gleichzeitig überlegt EMI, den im Musikverlag EMI Music Publishing untergebrachten Katalog direkt an den Finanzmärkten zu platzieren. Mit einer Verbriefung des Verlagsgeschäfts könnte sich der Musikkonzern frisches Geld besorgen und die Kreditkosten erheblich senken. EMI sitzt auf einem Schuldenberg von 910 Millionen Pfund (1,341 Milliarden Euro). Die Royal bank of scotland und die Deutsche Bank sind damit beauftragt, eine mögliche Verbriefung zu organisieren und erwartet eine Durchführung bis Ende des Jahres.
Finanzexperten sind sich in der Bewertung dieses Plans uneinig. Die Verbriefung könne eine mögliche Übernahme durch Warner Music oder einen anderen Investor gefährden, warnen Analysten. EMI hat den Übernahmeangeboten des US-Konkurrenten Warner Music bisher widerstanden. Die Verbriefung des Musikverlags könne jetzt zur Giftpille für Warner werden, die die Amerikaner nicht schlucken wollten. Andere Beobachter halten das dagegen für einen klugen Schachzug."
[via www.heise.de] [at