EMI und DRM

Es soll wohl nicht sein, oder ist das nur der fade Beigeschmack einer Ausrede? Musikwoche berichtet über die Pläne EMIs bezüglich DRM derzeit so:
Laut einem Bericht der Agentur bloomberg verhandelte EMI bereits seit einiger Zeit intensiv mit Microsoft, Apple, RealNetworks, Yahoo!, Amazon und anderen Downloadhändlern über Lizenzen für den Verkauf von mp3-Ware. Schon am 9. Februar wollte der britische Major eigentlich mit einer entsprechenden Ankündigung an die Ã-ffentlichkeit gehen – fünf Tage vor der jüngsten Gewinnwarnung des Unternehmens.
Doch die Onlineanbieter machten EMI einen Strich durch die Rechnung: Zu hoch seien die Vorschussforderungen gewesen, heißt es. EMI wollte zusätzlich zu den üblichen Großhandelspreisen für seine Downloads eine Vorauszahlung von den Händlern als Gegenleistung für den Verzicht auf DRM. Um welche Beträge dabei gefeilscht wurde, ist nicht bekannt, doch keiner der Downloadverkäufer wollte durch derartige Zusatzbelastungen seine ohnehin schmalen Margen gefährden oder die Zusatzkosten an die Kunden weitergeben. Die Händler sollen EMI ein Gegenangebot unterbreitet haben, das den Briten aber zu niedrig war.
Darüber hinaus soll wohl auch der Umstand mit Warner derzeit bremsend für die Angelegenheit sein, es gibt aber auch hier wieder Fürsprecher die davon überzeugt sind, dass EMI sich noch dieses Jahr vom DRM-Dogma verabschiedet. Wir sind weiterhin gespannt.
[via musikwoche.de]