Großbritanien profitiert von Musikdownloads

Derzeit ist zu beobachten, dass weltweit die Umsatzzahlen der legalen Downloadportale stetig ansteigen. Zwar reicht es noch nicht aus um das defakto schwache Geschäft der Tonträger auszugleichen, aber die Prognosen der kommenden Jahre zeigen enorme Zuwachsraten. So ist das Defizit, mit dem sich die Plattenindustrie aufgrund sinkender Verkaufszahlen abgeben musste, teilweise aufgefangen. Das der Trend zum Onlineverkauf verhältnismäßig spät aufgegriffen wurde, bleibt hier erstmal außen vor.

Das die insel dabei an der Spitze mitspielt ist unter anderem seit Gnarls Barkley bekannt, so scheinen laut BPI aber die kommenden Jahre noch glorreicher auszusehen.

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Der Absatz von Singles erreichte in Großbritannien im zweiten Quartal 2006 den höchsten Stand der vergangenen sechs Jahre. Jeder zweite Verkauf erfolgt nach Angaben des britischen Phonoverbands BPI bereits über digitale Kanäle. Dabei übertreffen Trackdownloads und Bundle-Sales die Rückgänge bei physischen Singles inzwischen und kratzen im Wochenschnitt an der Millionenmarke. Von Anfang April bis Ende Juni fanden 16,7 Mio. Singles einen Abnehmer, im Laufe der letzten zwölf Monate waren es 58 Mio. Einheiten.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres hätten britische Kunden 24,3 Mio. Tracks heruntergeladen, betonte BPI-Chairman Peter Jamieson. Damit sei bereits fast das Jahresergebnis von 2005 mit 26,4 Mio. Tracks erreicht.

Aber auch bei den physischen Künstleralben lagen die Absatzzahlen über dem Vorjahreszeitraum, mit einem Plus von 0,2 Prozent allerdings nur sehr knapp. Im zweiten Quartal 2006 erreichte der britische Markt bei den Künstleralben zudem die höchsten Verkaufszahlen von Künstleralben, die je zwischen April und Juni gemessen wurden. Mit 600.000 digitalen Albumverkäufen entfielen in diesem Bereich zwei Prozent des Marktvolumens auf das Downloadgeschäft. Der schwächelnde Markt für Compilations liegt derweil weiter im Minus, allerdings flacht die Kurve nach BPI-Informationen ab.

Traditionell stark schnitten heimische Künstler ab: 52 der 100 im zweiten Quartal bestverkauften Alben stammten von britischen Künstlern, sechs davon schafften es in die Top 10.

[via musikwoche.de]


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