Digitalmusik

Mehr Geld durch kostenlose Musik im Internet [Netlabels und Creative Commons]

abgelegt im Archiv Netmusic am 31.05.08

Mehr Geld durch kostenlose Musik im Internet [Netlabels und Creative Commons]
Wer mich kennt weiss, dass ich mich seit geraumer Zeit mit dem Thema Netlabels und freier Musik beschäftige.

Was bisher noch nie geklappt hat. Netlabels hatten bisher oft auf die "Gütmütigkeit" der Konsumenten gesetzt. Und ihr Angebot kostenlos angeboten, als Gegenleistung sollte der Nutzer lediglich eine Spende hinterlassen - sofern dieser möchte.



Letztes Jahr durfte ich sogar einen Vortrag über eine solche Studie mit anhören. Jemand hatte ein "Netlabel" gegründet und versucht einschliesslich über Spenden die Künstler des Labels zu ernähren. Mal ganz abgesehen davon, dass derjenige nicht einmal von der existenz einer Netlabelszene, geschweige denn einer Creative Commos wusste. (Ohhhh Boy *kopfschüttel*) Hat seine Untersuchung ergeben, dass es nicht möglich ist sich einschliesslich über Spenden zu ernähren. Zwar stiegen die Downloadzahlen beträchtlich, jedoch fielen die Spenden verschwindend gering aus.



OK. Also geht Spendensammeln schonmal in die Hose. Gut, gut.



Ich verfolge einen ganz anderen Gedankengang.

Musik kostenlos herzugeben ist ja derzeit "in". Und obwohl es den "Grossen" nichts schadet ihre Titel kostenlos herzugeben, kann es sich ein junger Künstler meist nicht leisten. Und da behaupte ich genau das Gegenteil!



Meine Theorie lautet: Mach Musik, gib das Ding kostenlos her, mach Werbung und du wirst Geld bekommen.



Durch das Internet kann man enorm viele Leute erreichen, wenn man sich nur dem Netzwerk bedient das einem das Internet bietet. Werbung schalten ist nicht kostenlos, verfolgt man aber als Musiker nicht das Ziel "Ich muss Geld verdienen um zu überleben", sondern den Gedankengang "Ich muss grösstmögliche Bekanntheit erreichen, dass mich Leute buchen und ich dann Geld verdienen kann". Kommt man seinem Ziel vielleicht schneller näher, als das man sich an die althergebrachten Vertriebswege und die damit verbundenen Einschränkungen hält.



Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass ein Künstler nicht mal mehr ein Label braucht um sich zu vermarkten. Dann muss aber eines vorausgesetzt werden. Der Künstler muss nicht nur etwas von Musik verstehen, sondern auch von Marketing und Business.



Ich verfolge das mal genauer. Mehr dazu später einmal hier bei Digital Listening - oder im Internet. ;)



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Tags: netlabels  zettt  toolz  internet  geld  verdienen  creative  commons 

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