Mit IVY die Schulbank drücken

Gestern kam IVY ja zu mir und nachdem ich sie auspackte und erstmal lud, ging es schnell über zum auswerten des Inhaltes.
Mp3-Player werden ja inzwischen mit einer gewissen Auswahl an Zubehör verschickt, ich erinnere mich noch an Zeiten, da war man froh wenn man das Bändchen für den Hals mit dazu bekam. Bei IVY war aber wie zu erwarten Umfangreicheres dabei.
Den Anfang machen da natürlich Daten- und Ladekabel, das letztere kommt sogar mit zwei Aufsätzen, dem uns bekannten Schuko und den für den englischen Strommarkt, dem G-Typ aufsatz. So ist man mindestens für den Ausflug nach England, darüber hinaus für einige andere europäische Länder gewappnet. Weiter geht es mit der Standartsoftware, sprich den Treibern für alle Windowssysteme unter 2000 und dem Magix Mp3 Maker als Vollversion.
Auch scheint es bei den hochglanzpolierten Playern Trend zu sein, dass sogenannte Rubercases, von uns schon trist als Silikonhülle abgestempelt, mit beigelegt werden. Dank des Rubbercases macht denn auch das Band zum um den Hals hängen Sinn, denn an IVY selbst ist keine Möglichkeit dazu gegeben.
Etwas enttäuscht war ich leider bei den Kopfhörern, da ich durch meinem bisherigen Player In-Ear-Kopfhörer kennen lernte und ich mich schon mehr als daran gewöhnte, war ich von den normalen Stöpseln nicht wirklich angetan. Vor allem fehlten die Schaumstoffüberzüge, welche den standesgemäßen Halt garantieren sollten. Trotz dessen überzeugen die Kopfhörer mit gutem Sound, so dass der Wermutstropfen eher gering ausfällt.
Recht zügig, nach etwas über vier Stunden, ist IVYs erster Ladevorgang beendet, zukünftig soll es nur noch 2-3 Stunden dauern, das erfreut.
Es ging gleich ans eingemachte; Bedienungsanleitung nicht in die Finger nehmen, intuitiv durchs Menü pilgern und möglichst viel einstellen. Zum Anfang war die Sprache eher uninteressant, die Uhrzeit sollte eingestellt werden. Alles kein Problem. Mit dem Sensorfeld ist man recht schnell da wo man hin will, man muss aber aufpassen das man nicht zu hektisch über die Felder zieht, weil dann der Befehl nicht umgesetzt wird.
Die auf IVY vor platzierten Videos waren denn das nächste was ich mir zu Gemüte führte. Die Qualität reicht auf jeden Fall mehr als aus, wie genau ich was an Videos auf IVY schieben kann, werde ich demnächst genauer behandeln.
Nachdem ich die Bilderfunktion vernächlässigte und die korrekte Sprache einstellte, wollte ich nun IVY mit meiner Musik beglücken, schließlich hat sie Platz für 4Gigabyte.

Am nächsten Tag wollte ich mit IVY vor den Kommilitonen angeben, daher sollte auch schon ordentlich was an Musik rauf. Also USB-Kabel ausgepackt eingestöpselt und IVY geht aus, nichts passiert… Mit so was muss man an meiner Stelle leben, denn ich benutze Linux, da ist nicht immer alles kompatibel. Aus meiner Sicht kein größeres Problem, auch wenn es schön wäre wenn Linux IVY zumindest als externen Datenträger erkennen könnte.
Schnell also in Windows hoch gefahren und was passiert auf meiner Nerd-Maschine, auch nichts! Ich hab den Media-Player kürzlich deinstalliert und der sollte mindestens für das synchronisieren von DRM-Material vorhanden sein. Alles kein Problem, wird das Sub-Notebook hoch gefahren, auf dem ist ein frisches und nicht von Nerds beeinflusstes Windows XP Pro drauf, so wie es wahrscheinlich jeder Normalsterbliche bei sich laufen hat.
Kabel, stöpseln, läuft! IVY wird sofort als Player vom Media Player erkannt und ist auch im Arbeitsplatz zu erreichen. Ich gehe sogleich in den entsprechenden Ordner auf den Player und schiebe 3,5 GB Musik rauf. Was mir sowohl währenddessen als auch danach positiv auffiel war, dass Dateien wie M3u oder Txt nicht mit kopiert werden, da der Player eh nicht damit um kann. Man muss dieses nur kurz bestätigen.
Auch die Ordnerstruktur wird übernommen, so erkennt man seine Alben als diese wieder. Die ID3-Tags dienen wie gehabt der Anzeige der Trackinformation und sollten schon gut gepflegt sein, ich hatte bei mir ein paar unsauber geführte und gleich ein Extra-Album.
Nach nicht ganz 30 Minuten war alles auf den Player und alles war bereit um IVY das erste mal richtig ran zu nehmen.
Meines erstes großes Problem war: Was höre ich mir jetzt an? Ich hab ja knappe 60 Stunden Musik auf dem Player, da wird man schon mal schnell unschlüssig.
Egal, irgendwas an und ab! Der Sound ist schön sauber, ich hatte gar kein Verlangen mehr auf den Equalizer einzugehen, was sollte ich denn noch ändern.
Meinen ungewöhnlich geformten Ohren und dem Ohrstöpseln zum Dank, musste ich ständig nachjustieren, was mich zum Kauf eines In-Ear-Sets veranlassen wird.
Nach dem vorerst kurzen Test schneidet IVY recht gut ab. Das Handling ist ausgesprochen einfach, da intuitiv schnell zu lernen. Das Sensorfeld funktioniert tadellos wenn man nicht zu hektisch ist und die Fuktionen des Players erschließen sich einem schell. Das Design überraschte mich nach dem auspacken, denn trotz dessen, dass ich IVY vorher auf Bildern sah, kommt sie zierlicher und filigraner als sie auf den Pressebildern ausschaut daher.
Das Magnesiumgehäuse mit der kratzfesten Oberfläche wirkt auch so und man vertraut derer sogleich.
In den nächsten Artikeln zum IVY, werde ich die Bilder- und Videofunktion näher erläutern sowie auf weitere, technische Details eingehen, bevor ich im Fazit alles nochmal Revue passiere.
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