MOD Tracker [Kindheitserinnerungen]
Ach Kinners ich sag's euch. Manchmal werd ich einfach sentimental und denke so an meine Anfänge in der Musikproduktion zurück.
Die meisten werden vielleicht gar nicht wissen, wie man "früher" Musik gemacht hat am Computer. Fakt ist für mich, dass ich seit Anfang an Musik ausschliesslich mit dem Rechner mache.
Angefangen hat das damals mit einem DOS Computer. Das war schon Version 6.22 – also die letzte erhältliche. Darauf lief ein MOD-Tracker. Wer diese Dinger nicht mehr kennt hier ein Screenshot aus der Wikipedia:
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Mein Programm von damals hatte gerade mal 4 Spuren. Man konnte Samples laden und dann per Computer-Tastatur ("C-3" war zum Beispiel das "a" und so weiter)
So hat man sich dann durch das Arrangement bewegt.
Der Clou und der entscheidende Vorteil den damalige Sequenzer hatten, war die Patternorientierung. Man konnte mehrere Patterns anlegen (Mir fallen da als Beispiel immer nur "intro", "Strophe", "Refrain", "Outro" ein…) und diese dann in einer beliebigen Reihenfolge abspielen lassen. Auch mal ein Pattern mehrmals hintereinander abspielen war möglich.
Erst moderne Sequenzer wie Ableton's Live haben wieder einen Schritt "zurück nach vorne" gewagt und das Patternprinzip aufgegriffen um es gleichzeitig weiter zu entwickeln.
Auch ein Abenteuer war es mit 4 Spuren einen "stumpfen" "bumpf-tschack-bumpf-tschack"-Beat zu erzeugen. So etwa:
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Nehmen wir an Spur 1 ist Bassdrum, Spur 2 ist Clap, Spur 3 und 4 Hihats. Dann hat man ja schon die ganzen 4 Spuren voll. O_O
Also wohin mit dem Rest? (Also etwa Bassline, Leadspur und so weiter)
Ich habe das damals so gelöst, dass ich die Samples extern nochmal manipuliert habe und sie zusammengemischt habe zu einem neuen. Also ein Samples war halt dann "Clap + Bassdrum" und so weiter. Dann war aber noch das Problem mit der Hihat…die Samples schneiden sich ja alle gegenseitig ab. Irgendwann hab ich nur noch fertige Loops benutzt.
Aber … das ist ja laaang her und inzwischen gibt es um weit andere Toolz…ups…Tools natürlich.
Aber die Zeit vermissen tu ich ja schon irgendwie.
Mehr Demoscene Music gibts hier.
PS: I love Demo Music!!!
PS2: Der zweite Screenshot ist mit Milkytracker gemacht auf einem Mac OS X 10.5.3
Juni 2nd, 2008 at 23:19
Ich habe die Tracker und deren Musik auch geliebt (und hab immernoch den Soundtrack von Second Reality irgendwo liegen) – allerdings sind die Tracker nie an mich gegangen – zu mühsam – auch als später die 4-Track-Grenze aufgehoben wurde. Live ist da ganz ähnlich: Das Konzept geht einfach in meinen Kopf nicht rein – aber ich bewundere weiter (und wieder) was für geile Sachen damit gemacht werden.
Bei Deinem Beispiel ist mir aufgefallen, dass man dort Spur 1 und 4 zusammen fassen könnte (Spur 4 müsste die offene HiHat sein) – damit sparst Du einen Track und das Sample wird gleichzeitig von der Basedrum abgestoppt, was ja meistens wünschenswert ist *ätsch*
Juni 3rd, 2008 at 00:34
Fuer mich gehoeren Tracker halt zur Kindheit dazu.
Das Bild ist ja auch nur ein Beispiel. Ob man und wie man da was zusammensparen kann, weiss ich schon. Hab das ja jahrelang gemacht. *selber aetsch* :-p
Juni 6th, 2008 at 07:37
Weia – das waren noch Zeiten.
Aber wieso hast du Fastracker II nicht erwähnt? War mein Lieblingstracker
Juni 6th, 2008 at 07:56
Ja ich weiss. Schande ueber mein Haupt :!
Der war schon cool da haste Recht. Hab ihn aber nie benutzt. Hatte immer den X-Tracker von D-Lusion..
Mai 24th, 2009 at 17:30
Jaaaaa X-TRACKER!
Der kann zwar nicht so viel wie die ganz modernen Tracker, aber ich benutze ihn immer noch weil er für mich persönlich an Ergonomie nicht zu übertreffen ist!