Podcasting – How To Teil 1

Podcasting - How To Teil 1

Damit es hier im Blog nicht zu langweilig wird, ich nur über Neu-Releases, Musikmessen oder meine allerletzten Einkäufe berichte.

Dachte ich mir, ich generiere mal ein bisschen Wissen für alle.

Worum soll es also gehen?

Kurze Antwort: Podcasting!

Lange Antwort: Ich möchte ein wenig darüber schreiben, auf was man bei kleineren Aufnahmearbeiten achten sollte. Und natürlich wie man seine Aufnahmen ein wenig aufpeppen kann mit Effekten, EQ und Kompression und ein paar Samples.

Ich gehe davon aus, dass für dieses Wissen Bedarf besteht. Der High-End-Studio-Rumfrickel-Mensch wird sich im ersten Moment denken, dass er damit wohl nichts anfangen kann. Aber vielleicht findet sogar dieser hier noch den ein oder anderen interessanten Tipp.

Aufnahme:

Was braucht man zur Aufnahme? Nun natürlich ein Mikrofon. Ein Mikrofon ist in den meisten neueren Laptops meist schon verbaut und reicht für grundsätzliche Aufnahmen bereits aus. Jedoch wird man bei diesen Mikrofonen, rein klanglich, schnell an Grenzen stossen.

Der Lüfter des Laptops zischt immer rein, die Aufnahme ist viel zu dumpf … usw.

Das Lüfterrauschen wird verursacht durch die Position des Mikros – direkt im Gehäuse des Rechners. Die dumpfe Aufnahme wird bedingt durch die bauart des Mikrofons, meist nimmt man hier Tauchspulen-Mikrofone her.

Diese Mikrofone reagieren auf eintreffenden Schall "träge" und haben Probleme "hohe Höhen" aufzunehmen, da die Tauchspule irgendwann mit dem schwingen nicht mehr hinterherkommt – sozusagen. (Siehe auch dynamisches Mikrofon)

Die Sache mit den Höhen hat natürlich den Vorteil, dass das Mikro die Lüfter-Geräusche weniger stark aufnimmt. Jedoch hat das dynamische Mikro die eben beschriebenen Nachteile.

Besser:

Ein Headset!

Headsets gibt es oft schon für wenige Mark beim Elektrohändler um die Ecke. In der Preisklasse wird man aber dennoch meist Tauchspulen Mikrofone verbaut finden.

Trotzdem gibt es eine Art von Headset-Mikros die mit einem sogenannten "Elektret-Kondenser" gebaut werden. Kondensator-Mikrofone bieten ganz andere Klangeigenschaften als Tauchspulen. Im Prinzip kann man kurz zusammenfassen, dass sie sehr empfindlich sind und Höhen besser aufzeichnen, dafür jedoch teuer in der Anschaffung sind.

Dynamische Mikrofone sind dagegen relativ billig. Elektret-Kondenser gehen nun einen Mittelweg. Sie tauschen die ständige Versorgungsspannung eines Kondensators gegen eine fest geladene Kapsel aus und sind dafür in der Herstellung relativ günstig – haben aber kürzere Lebensdauer.

Leider sind solche Angaben meist nicht auf der Verpackung angegeben.

Jedoch kann man sagen, dass man nicht das allerbilligste Headset kaufen sollte, wenn man als Einsteiger in den Podcasting Bereich arbeiten möchte. (ab ca. 30 Euro)

Worauf sollte man noch achten?

  • Frequenzumfang bzw. Frequenzbereich. Je grösser der Frequenzbereich ist, desto mehr Frequenzen können aufgezeichnet werden. Hier kann man dynamisches schnell entlarven.
  • Emfpindlichkeit bzw. Schalldruck. Je emfpindlicher das Mikrofon ist, desto weniger braucht man in das Mikrofon schreien um ein anständiges, nicht verrauschtes Signal aufzunehmen.

Zusammenfassung:

Für den Einsteiger soll es also nicht das billigste Mikro sein. Es sollte eventuell ein Elektret Kondensator sein. Der Frequenzumfang sollte ungefähr dem menschlichen Gehör entsprechen (20 Hz – 20.000Hz) und es sollte einigermassen empfindlich auf Schall reagieren.

Ich möchte ausdrücklich aber noch darauf hinweisen, dass dynamische Mikrofone durchaus nicht als "schlecht" beurteilt werden sollen!

Die meisten sind sogar recht gut und die Bauart bedingt, dass diese Mikros meist ihren ganz eigenen Charme entwickeln, der dem Recording Engineer doch begeistern kann.

Es gibt diese übrigens auch in einer etwas teuereren Variante. ;-)

In den nächsten Folgen möchte ich einerseits erstmal dieses Einsteiger-Equipment noch weiter ausbauen und später dann auf die Aufnahme an sich eingehen. Dazu werden auch Tools (Programme) erläutert werden, die einem bei der Bearbeitung des Materials helfen.

Gerne sind Vorschläge und Anregungen eurerseits für diese und weitere Folgen erwünscht. Ich werde in weiteren Einträgen dann versuchen auf diese Bedürfnisse einzugehen.


5 Responses to “Podcasting – How To Teil 1”

  1. Penispatriot Says:

    Schöner Beitrag, direkt mal gestumbled!

  2. Nadine Says:

    Perfekt. Da beleibt (vorerst) keine Frage offen! Muss ich gleichmal Michael schicken, dann köennen wir starten ;)

  3. Nadine Says:

    Doch ne Frage!

    Was hältst du davon: http://www.thomann.de/de/the_tbone_usb_1x_podcast_bundle.htm

  4. Zettt Says:

    Gar nichts! T-Bone = immer schlecht.
    Finger weg! Ausserdem ist eine Software dabei die du nicht benutzen kannst. (Music Creator…)
    Warte mal noch den zweiten Artikel ab.

  5. Indigo0815 Says:

    …cool!
    Fange gerade an dein How-To zum Thema Podcasting zu lesen…

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