![Podcasting - How To Teil 4 [Die erste Aufnahme]](http://static.digital-listening.de/digital-listening.de/imgname--podcasting_how_to_teil_4_die_erste_aufnahme---50226711--images--podcasttips.jpg)
Heute wollen wir uns ans eingemachte machen - die Aufnahme.
Wer die ersten drei Teile verpasst hat:
Was ist nun wichtig beim aufnehmen?
Bei der Aufnahme eines Audio-Signals ist es das allerwichtigste seine Anlage gut auszusteuern. Bei der Stimme handelt es sich um ein dynamisches "Instrument". Das heisst, dass wir als Menschen sehr grosse Lautstärke-Unterschiede mit unserer Stimme herstellen können. Das ist einerseits gut, andererseits auch wieder schlecht, weil es uns das "einpegeln" schwer macht.
Warum einpegeln?
Ihr habt doch sicherlich schonmal eine "grässlich" verrauschte Aufnahme, meinetwegen einer alten Schallplatte gehört. Ein Computer, mit dem ihr sicherlich arbeiten möchtet, besitzt ebenfalls ein gewisses Grundrauschen.
Das ungeschickte ist, umso leiser man aufnimmt desto näher liegen Rauschen und Sprachaufnahme beieinander und verdecken sich sozusagen gegenseitig.
Deshalb ist es wichtig richtig "einzpegeln" - wieder dieses komische Wort. Was mein ich denn damit?
Mit einpegeln meint man, dass man den Input-Gain des Interface so hoch wie möglich dreht ohne dass eure Stimme anfängt zu zerren.
Hier schlägt einem wieder die Dynamik einen Streich. Spricht man leise muss man den Gain besonders hoch einstellen. Beschliesst man dann, meist unabsichtlich, lauter zu sprechen fängt die Stimme an zu zerren und die Aufnahme muss neu erstellt werden.
Hier muss man ein wenig Fingergeschick beweisen und eben so hoch wie möglich einpegeln.
EQ und Dynamikprozessoren
EQ's sind ein häufig benutztes Mittel um einem Signal vor der Aufnahme ein wenig Klang mit einzuhauchen. Auch lassen sich oft, nicht immer, klangliche Mängel eines schlechten Mikrofons beseitigen.
Dynamikprozessoren schränken zusätzlich die Dynamik ein. Das Mikro kann meist höher eingepegelt werden, da am Ausgang des Kompressors ein "konstanteres" Signal heraus kommt.
Hat man bei seinem Interface bereits solche Regler kann man damit mal herumspielen. Regeln gibt es leider keine - gut klingt was gefällt. Also Ohren auf!
Einige Grundtipps:
- EQ
- Sprächverständlichkeitsbereich der menschlichen Stimme: ca. 300-3000Hz - in diesem Bereich weisst die menschliche Stimme besonders viele Frequenzen im Spektrum auf.
- Eine Höhenanhebung kann meist nicht schaden - "Amateur"-Aufnahmen klingen meistens sehr dumpf.
- Unterhalb des Grundtons einer Stimme empfiehlt es sich einen sogenannten Lowcut-Filter zu setzen. Dieser enträumt den Bassbereich komplett. Meistens haben Mikrofone bereits einen Filter eingebaut (bei ca. 75Hz). Benutzt man einen Filter verschwinden auf einmal auch scheppernde oder wummernde Geräusche aus den Aufnahmen.
- Dynamikprozessoren
- Don't over-use it!!! (Soviele fragezeichen hab ich gar nicht) Werden Dynamikprozessoren zu stark eingesetzt (Kompressor) klingt die Stimme danach meist nur noch "platt" und sehr gedrückt, genau das Gegenteil von dem was diese Maschinchen machen können. Also mal sanft probieren.
- Auf Dynamikbearbeitung nicht zuviel Zeit verschwenden! Vor allem Anfänger neigen dazu "herum zu schrauben" solange bis etwas perfekt ist. Dabei fehlt es aber einem geschulten Ohr, dass Perfektion hört. Deswegen mein Tipp:
Wenn ihr keine Ahnung habt, lasst es einfach weg! Wir werden in einer späteren eh nochmal auf die klangliche Bearbeitung eingehen. (Nach der Aufnahme) - Gate: am Besten weglassen. Gates "schneiden" Signale weg, welche zu leise sind. Doch was weg ist, kann nach der Aufnahme nicht mehr wiedergeholt werden. Hat man sich also "verschraubt" ist die Aufnahme für die Katz'.
Die genannten Tipps gelten vor allem für die analoge Seite. Habt ihr also die Maus in der Hand während ihr EQ und Kompressor einstellt, habt ihr was falsch gemacht. Dieser Teil der Podcasting-Reihe soll vor allem dafür dienen ideale Voraussetzungen für eine gute Aufnahme zu schaffen.
Digitale Effekte, welche per Programm angeboten werden, sind in diesem Fall sub-optimal, da sie das bereits aufgenommene Signal bearbeiten. Viel besser ist es ein Signal bevor es aufgenommen wird aufzubereiten, dann hat man nachher einen idealen Ausgangspunkt.
Folgendes Zitat möchte ich hier noch anbringen. Wie man so schön sagt:
Shit in, shit out!
Lasst euch nicht entmutigen, wenn es das erste mal nicht besonders klappt.
Seid ihr bis hierher gekommen könnt ihr jetzt bereits erste Aufnahmen machen und euch mit eurem Programm schon einmal vertraut machen! Glückwunsch!
In der nächsten Folge möchte ich mich mit der Bearbeitung der Aufnahme beschäftigen, dem schneiden. Eine hohe Kunst und ich möchte euch diese etwas näher bringen und wieder versuchen einige Startup-Tipps zu geben, damit ihr gleich wieder loslegen könnt.
del.icio.us - Readster - Lycos - Alltagz - Folkd - Wong - Wikio - Newstube - DIGG
Stimmen Sie ab für Podcasting - How To Teil 4 [Die erste Aufnahme]:
|
Dieser Eintrag wurde mit: 10.00 Punkten (von 3 Stimme(n) insg.) bewertet.
|
| RSS | Alle Abonnements sehen |
|
Was ist RSS? | |
| Yahoo! |
|
| MEIN MSN |
|
| Bloglines |
|
| Newsletter | |
| Followen Sie uns bei Twitter! |
















