Sprunghafte EMI-Download Steigerung

Sprunghafte EMI-Download Steigerung

Zu den ersten Verkaufsergebnissen von EMI mit DRM-freien Downloads gibt es weitere Details. Die Briten konnten den Absatz diverser Downloadalben auf dem US-Markt in den letzten Wochen zum Teil vervierfachen.

So stiegen die digitalen Verkäufe von Pink Floyds "Dark Side Of The Moon" in den zwei Wochen nach Einführung von iTunes Plus am 30. Mai auf durchschnittlich 3600 Einheiten pro Woche. In den elf Wochen vor dem 30. Mai kam der US-Charts-Ermittler Nielsen SoundScan auf durchschnittlich 830 Albumdownloads pro Woche. Das entspricht einem Plus von 334 Prozent. Im selben Vergleichszeitraum stieg der Downloadverkauf von Coldplays "A Rush Of blood To The Head" um 115 Prozent, "Come Away With Me" von Norah Jones legte um 24 Prozent zu und "Oh No" von OK Go verbesserte sich um 77 Prozent.

Unklar ist derzeit noch, ob SoundScan bei dieser Statistik nur neue Käufe zählt, oder ob darin auch die Upgrades jener Kunden enthalten sind, die ihre bereits zuvor gekauften EMI-Titel über das iTunes-Plus-Angebot vom DRM befreiten. Während die Downloadverkäufe dieser Alben nach oben schnellten, verzeichnete SoundScan parallel bei den physischen Absätzen merkliche Einbrüche. "Dark Side Of The Moon"-CDs verkauften zwölf Prozent weniger. Das Coldplay-Album verlor 24 Prozent, Norah Jones 33 und OK Go sogar 45 Prozent.

Noch lässt sich also schwer abschätzen, ob EMIs Abschied vom DRM nur den Formattransfer zu Downloads beschleunigt und ob es sich bei den Downloadzuwächsen vornehmlich um DRM-freie Upgrades handelt. Lauren Berkowitz, Senior Vice President of Digital für das nordamerikanische Digitalgeschäft der EMI Group, hatte sich jüngst sehr zufrieden über die ersten Zahlen des kopierschutzfreien Angebots geäußert.


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