Stop the Loudness War! [Tontechnik]

Stop the Loudness War! [Tontechnik]

Ein amerikanischer Mastering Engineer nimmt gerade den Kampf gegen den Loudness War auf.

Vielleicht ein bisschen Aufklärungsarbeit an dieser Stelle der Loudness War wird von der Musikbranche ausgefochten. Es geht darum das "lauteste" Lied zu machen. Denn nur der Lauteste wird auch am meisten wahrgenommen.

Dahinter steckt natürlich schon ein gewisser Wahrheitsgehalt. Und Engineers werden dafür bezahlt, dass sie die Musik richtig laut mischen. Wie man das hinbekommt, darauf möchte ich hier nicht eingehen. Ich denke die "Wissenden" Leser hier können damit was anfangen.

Mich würde natürlich die Meinung meiner Leser besonders interessieren. Ich bin ja immer noch Pro Loudness. Ich finde Lautheit gut.

Das hat zum einen den Grund, dass bei grosser Lautstärke Endorphine ausgeschüttet werden und laute Musik somit glücklich macht. Andererseits mag ich einfach den Klang eines richtig schön komprimierten Schlagzeugs.

Nunja. Der Mastering Media Blog beschäftigt sich in letzter Zeit viel mit dem Metallica – death Magnetic. Hier einige einzelne Beiträge:


6 Responses to “Stop the Loudness War! [Tontechnik]”

  1. Heiko Says:

    Wenn ich es laut will, dann dreh ich an MEINEM Lautstärkeregler lauter. Den Mix bzw. den Master so kaputtzumachen, nur damit er gegenüber anderen Stücken lauter ist, ist m.M. Kunstbeschädigung.
    Durch das “Brickwalling” wird das Stück nur platt und ermüdet die Ohren schneller. Generell ist der “Wiederhör”Wert eines dermaßen zerdrückten Lieds nicht so hoch.
    Zumindest bei mir funktioniert das eh nicht – MP3gain und AACgain machen jeden lauteren Mix sofort wieder weg und meine gesamte Musiksammlung ist wieder relativ gleich laut. Nur sind die “lauten” Mixe dann halt platt und die “leisen” sind noch schön dynamisch.

    Die Diskussion darüber kommt wohl jedes Jahr einmal auf – letztes Jahr wars die ideenlose Platte von den Chili Peppers, dieses Jahr ist es die neue Langeweile von Metallica… ärgern tut’s mich jedes Mal. Meistens ist es nämlich kein künstlerischer Aspekt, der die Stücke kaputtmacht, sondern kommerzielles Interesse. Das ist schade.

  2. Markus Says:

    Sehr interessanter Artikel zu dem Thema

    http://www.welt.de/webwelt/article1721723/Wie_MP3_die_Qualitaet_der_Musik_zerstoert_hat.html

  3. Zettt Says:

    Danke fuer den Artikel. Interessant, wie du schon sagst.

  4. alice hivea Says:

    Endorphine werden auch bei Schmerzen ausgeschüttet. Das ist aber kein Argument pro Schmerz, oder?

  5. anti HD-ready Says:

    Hallo Heiko,

    Auch die wiederveröffentlichte CDs (70s, 80s) werden auch Laut gemacht.

    Ich bin auch gegen den Lautheitswahn, Klangbrei, Werbung.

  6. 80sFriend Says:

    Schonmal an einem Schlagzeug gesessen? Das ist Punch der richtig gespielt aus jedem Klangbrei rausfeuert. Auf loudnesswar Alben ist das nicht der Fall, da schüttets Adrenalin aus und steigert den Zorn über den Dauerlärmpegel. Der Lautstärkeknopf ist MEIN, ich will die Dynamik der Instrumente hören.

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