Traktor LE vs. Traktor 3.2.2

Man kann die beiden Produkte praktisch nicht miteinander vergleichen, da aber meine voran gegangene Berichterstattung diesen vagen Vergleich zu lässt, möchte ich grob beide Applikationen miteinander vergleichen.
Im Lieferumfang der Audio Kontrol 1 Soundkarte gab es die Traktor 3 LE Version praktisch für lau mit bei. Ein nettes gimmick wie ich dachte, dass zumindest ausprobiert gehört. Auf meinem, eher in die Tage gekommenen Laptop startete ich den Testlauf der Installation und wurde gleich zutiefst enttäuscht, denn aus einem bisher noch unbekannten Grund ist nach vollendeter Installation der Start der Software nicht möglich. Laut NI-Service könnte es daran liegen, dass SSE nicht gestartet ist. Was mir tatsächlich egal war, denn der Proband auf dem Traktor 3 LE installiert werden sollte, kam wieder nach Hause und murrte nicht so (Komisch ist allerdings, dass LE sich nicht starten ließ, die Trial von Traktor 3 problemlos lief?).
Nach starten der 3er LE wird man doch recht nett darauf hingewiesen, dass man mit der vollen Traktor 3 doch viel besser weg kommt, ich habe gar nicht erst danach gesucht das auszuschalten. Im Weiteren ist mir ja bereits die Beschränkung auf das jeweilige Produkt, dem LE beilag sauer aufgestoßen. Gerade bei der Kontrol 1 hätte ich erwartet, dass man diese frei nutzen kann, da es ja praktisch einen schon anspringt, dass man die Karte mit einem extra Controller nutzen möchte. Da ich nach dem Fiasko auch keine große Lust mehr hatte, mit dem eher spärlichen Midi-Befehlsumfang der Kontrol 1 Traktor 3 LE zu testen, ging ich auf die Trial der vollen 3er über um mein Ecler via Kontrol 1 zu nutzen.
Interessant ist, dass man praktisch eine volle Version herunter lädt und zu dieser auch Support erhält, sowie mit Manuals per Service Center rechnen kann. Das macht natürlich den Schritt zum Kauf leicht, denn wenn man die Software schon als Trial so präsentiert bekommt, läuft auch später nicht viel falsch, vermutet man zumindest.
Anyway, Traktor 3 ließ sich sehr schnell installieren, kam schnell auf die entsprechende Hardware klar und wenn man sich nicht zu träge anstellt, kommt man selbst auch relativ zügig darauf klar. Einige Tipps muss man zwar im ein oder anderen Handbuch quer lesen, das bleibt aber aufgrund der Varianz der einzelnen Produkte nicht aus. So rief ich gestern noch ohne Bedienungsanleitungen klar zu kommen, aber wenn man in die Materie einsteigen will, kommt man nicht drum herum.
Die vielen verschiedenen Arrangements der Software lassen ein recht weites Arbeitsspektrum zu. So ist man über einfaches DJing mit zwei oder vier Decks auch als Beatjuggler oder -masher recht schnell am Ziel. Effekte und Loops lassen sich spielerisch ins Set integrieren und wahrscheinlich sind die Möglichkeiten noch weit reichender als ich sie jemals kennen lernen werde und so bescheuert es auch nach Werbung klingt (Nein, ich werde nicht von NI gesponsert, auch wenn ich das gerne hätte!!), nach dem ganzen Trärä werde ich mit dem Traktor Scratch System mir wohl auch die Traktor Tutorial DVD zulegen, fauler und intensiver kann man wohl den Umgang nicht lernen!
Im Fazit ist natürlich ganz klar zu erkennen, das Traktor 3 LE nur ein Produkt zum schmackhaft machen der vollen 3er ist, man kann praktisch nicht von einem gewollten Nutzen für einen selbst bei dieser Software rechnen, was an sich auch nicht weiter tragisch ist, denn mit 3 LE ist der Einstieg ins digitale DJing wesentlich einfacher als gleich mit der vollen 3er ins kalte Wasser zu springen und so gesehen ist der Nutzen denn doch wieder recht hoch.