Traktor Scratch Review | vorläufiges Fazit
abgelegt im Archiv Hardware am 21.06.07

Ja, wo fange ich an? Nach dem was ich schon schrieb, bleibt noch immer einiges zu erwähnen. Da ich aber nicht pedantisch bis ins kleinste Detail gehen möchte und bis auf den Praxiseinsatz im Club annähernd alles durch habe, versteife ich mich jetzt noch mal kurz auf das wichtigste.
Ich hatte das Glück, dass ich Traktor Scratch als Crossgrade Offer bestellen durfte und somit mal eben knappe 200€ sparte. Der UVP ist von Native mit 599€ angesetzt und erscheint mir zunächst recht heftig, aber andere vergleichbare Geräte sind im Preis oftmals höher angelegt. In sofern ein zu vertretenes Etwas an Geld, dass aufgebracht werden muss.
Spätestens wenn man die recht kompakte Soundkarte und das Zubehör in Form der Kabel, Tasche etc. auspackt merkt man den qualitativen Vorteil gegenüber anderer Systeme. Die Audio 8 ist in einem robusten Metallgehäuse unter gebracht und scheint auch im Regen zu funktionieren. Das wohl nicht, aber schwerere Bedingungen wie im Club oder vergleichbar steckt das Gerät locker weg.
Die Anzeigen auf der Audio 8 sind ausführlich und machen sogar Sinn. Da man mit der Karte parallel zum normalen Betrieb auch aufnehmen kann, sind das durchzuschleifende Signal in Form des Pegels schon interessant. Zudem werden die Wege vom und zu den Plattenspielern und/oder CD-Playern angezeigt, was unter Umständen Fehlerquellen eingrenzt.
Wie schon zuvor berichtet, ist die Bedienung auch als nicht so vertrackter Nerd recht intuitiv. Mit der Bedienungsanleitung sollte man sich trotz dessen auseinander setzen, so offenbaren sich noch eine Menge an Möglichkeiten. Zum Beispiel die Markierung von Vocal- und Flächenparts, so dass diese zum beatmatchen und loopen genutzt werden können.
Das Handling der Software via Timecode-Vinyls ist traumhaft. Die niedrige Latenz (2ms) und die Möglichkeit mit der Platte durch die Track Collection zu scrollen machen das arbeiten weitaus entspannter. Viele Punkte der Software sind aus Vorgängern wie FinalScratch oder Traktor 3 bekannt. Nettes, nur in der Scratch-Variante vorhandenes Feature ist die darstellende Wiedergabe des Timecode-Vinyls als Scheibe mit Positionspunkt. Scheint von Rane adaptiert, macht aber nichts!
Leider ist dank des im Vista-Kernels verarbeiteten DRM-Parts das arbeiten unter Windows Vista anscheinend nur bedingt möglich. Bekannter Weise lässt Microsoft zwar einen Teil an Audiohardware ohne weiteres zu, gerade aber bei analoger Ausgabe kann es Probleme geben und das muss ich leider bestätigen. In den letzten Tagen merkte ich wiederholt wie Tracks beim abspielen knackten und generell beim benutzen des Vinyls Störgeräusche auftraten. So ist der Umschwung auf XP unumgänglich, was bei einem recht aktuellen Laptop auch die bessere Wahl ist, durch das systemschonendere Betriebssystem kann man sowohl Karte als auch Software bedenkenlos auf Volllast fahren lassen.
Abschließend brauche ich nicht mehr schreiben, dass mich das System überzeugt hat. Das überaus angenehme arbeiten alleine macht das System für mich jetzt schon unentbehrlich und die noch zu entdeckenden Features schaffen mir mittelfristig Potenzial, dass über das normale Deejayen hinaus geht.
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Traktor Scratch Launch
Traktor Scratch Preview
[at Native Instruments]
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Tags: Traktor Scratch digitales Deejaying Native Instruments
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