Wie können Musiker im Internet Geld verdienen?

Folgende Thesen stellt Marcel Weiss im Netwertig-Blog auf:

1. Digitale Musikaufnahmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie freie Güter sind, und unter Nichtrivalität konsumiert werden können.

2. Die unter Punkt 1 genannten Eigenschaften führen zu einem unendlichen Angebot und Grenzkosten von Null für digitale Kopien von Musikaufnahmen.

3. Punkt 2 führt wiederrum zu einem Marktpreis von Null für digitale Musikaufnahmen. Während das alte Geschäftsmodell wegbricht, werden die Musikaufnahmen gleichzeitig zur optimal distribuierbaren Werbung für die Musiker.

4. Während die Erzeugung einer Kopie keine zusätzliche kosten verursacht, erzeugt die eigentliche Produktion der Musik Kosten, die gedeckt werden müssen. Diese Kosten müssen über eine Querfinanzierung eingespielt werden.

5. Die Einnahmen für Musiker muss aus dem Verkauf von wertvollen, knappen Gütern kommen. Beispiele: Konzerte, Merchandising, exklusive Zugänge zum Musiker

Ich denke: 1 bis 5 ist super durchargumentiert. Ohne Wenn und Aber. Ich widerspreche nur einem Aspekt. Meines Erachtens sind Digitale Musikaufnahmen keine freien Güter, da in ihrem Ursprungsprozess kreative Leistungen eingeflossen sind. Sonst könnte man Kunstdrucke eines Picasso in Zukunft ja auch herschenken oder allenfalls zu den Materialkosten verkaufen.


One Response to “Wie können Musiker im Internet Geld verdienen?”

  1. Michael Says:

    Dem möchte ich unbedingt zustimmen. Ob es sich um ein freies Gut handelt oder nicht sollte der Musiker selbst entscheiden können, auch wenn er seine Entscheidung – sobald er eine Kopie herausgegeben hat – kaum durchsetzen kann.

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