Wie klingt man wie Justice? Teil 2 [Soundforschung & HowTo]

Wie klingt man wie Justice? Teil 2 [Soundforschung & HowTo]

Wie euch vielleicht letzte Woche schon bekannt geworden ist, finde ich Justice sehr subba. Und so frage ich mich seit längerem:

Wie klingt man wie Justice?

Wie bereits besprochen liegt des Rätsels Lösung in der Verzerrung und dem Sidechaining. Am Wochenende hat mich das Thema nochmals gewurmt und ich bin extra 2 Stunden spazieren gegangen und hab mich dabei gefragt wie das geht, wie die das machen.

Irgendwann kam mir dann mal so ein Geistesblitz:

Vielleicht benutzt du ja nicht genug Verzerrung?

Und ich dachte mir. "Ne so rüde mit dem Sound umgehen? Quatsch, das machen die nicht."

Zuhause angekommen musste ich natürlich meine Theorie gleich mal in die Tat umsetzen. Gesagt getan. Da musste dann auch die eine oder andere Podcast-Titelmelodie darunter "leiden" (NEIN, das sind nicht die aktuell verwendeten Titel!).

Und auch so ein Remix-Contest-Slater musste herhalten.

Und so geht's.

  • Es ist im Grunde genommen egal was euch als Ausgangsmaterial dient. Ich habe erfolgreich einen Sägezahn, einen 80er Synth-Sound und eine Stimme benutzt.
  • Bit crusher. Und diesen richtig stark einstellen. Betonung auf richtig 2-3 Bit maximal. Mehr ist schon wieder zu gut. Einen schönen krispeligen Sound bekommt man wenn man zusätzlich noch an der Samplerate fummelt
  • Gate (mit Sidechain). Einfach ein Gate drüber legen. Es muss aber einen Sidechain Eingang haben.
  • Neue Spur für den Sidechain erzeugen. Hier könnt ihr euch eigentlich gehen lassen. Ich habe bisher ganz gut mit 909-Samples gearbeitet, da diese Drummaschiene vielseitige Sounds bietet. Also sowohl recht lang schwingende Samples als auch sehr kurze.
  • In den Sidechain des Gate nun die 909 und ein bisschen herumspielen. Ich benutzte bisher immer nur kurze Samples um Akzente zu setzen. Beispielsweise die typische "Auf-die-1-Betonung".

Noch ein Tipp. Im Moment sollte der Klang noch recht fade daher kommen. Möchte man einen besonders breiten Klang kann man sich entweder Stereobasis-Verbreiterungs-Tools oder einem Stereo-Delay bedienen. Letzteres einfach auf einer Seite 0-10ms, andere Seite 10-50ms, kein Feedback.

Den typischen Quietsch-Sound wie er etwa in Phantom vorkommt. Kann man ganz gut mit einer "Filterfahrt" nachmachen. Ein bisschen Reso reindrehen und vor dem Bitcrusher einen Filter schalten.

So ich forsche dann mal weiter. Da geht noch mehr ich weiss das. Hoffe euch helfen diese kleinen Ausführungen.


3 Responses to “Wie klingt man wie Justice? Teil 2 [Soundforschung & HowTo]”

  1. crazyfilter Says:

    Hmmm,

    hier gibt es ein ganz gutes, mehrteiliges How-to für den justice sound:

    http://www.sonicacademy.com/site/newsItem.aspx?id=284

  2. Zettt Says:

    Hast du dir die Videos mal angesehen? Die kosten irgendwie…

  3. Andy Says:

    Kannst du dein Sample vielleicht noch verlinken? Wie werden diese abgehackten sounds gemacht? ReCycle?

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